Hilfe bei Bandscheibenerkrankungen ohne Operation

SpineMED Seckenheim

Die SpineMED-Dekompressionstherapie ist ein neues, nicht-invasives Verfahren zur Behandlung von Bandscheibenerkrankungen und dadurch verursachten Schmerzen. Mit der SpineMED-Therapie werden einzelne Bewegungssegmente der Wirbelsäule zielgenau angesteuert und deren Zwischenräume sanft und im Normalfall schmerzlos mittels Computersteuerung intermittierend gedehnt. Die hierdurch eingeleitete Dekomprimierung und Entlastung geben dem eingeengten Nervengewebe und Rückenmark sowie der druckgeschädigten Bandscheibe wieder mehr Raum. Das Verfahren setzt an der Ursache des Leidens an und wirkt daher nachhaltig.

Viele Menschen leiden heutzutage unter Rückenschmerzen. Ist eine spezifische Ursache, wie z.B. ein Bandscheibenvorfall gefunden, wird oftmals eine Operation empfohlen. Bis auf wenige Ausnahmen sind solche operativen Eingriffe vermeidbar und manchmal sogar unnötig, wenn man bedenkt, dass bei jeder dritten Wirbelsäulenoperation innerhalb eines Jahres noch mal operiert werden muss. Bei der klassischen nicht-operativen Therapie kommen Schmerzmedikamente, welche oftmals schlecht verträglich sind und beim Dauereinsatz schwerwiegende Nebenwirkungen drohen sowie schmerzstillende und abschwellende Wirbelsäuleninjektionen, welche mit einem Injektionsrisiko und der Gefahr von Nervenverletzungen einher gehen, zum Einsatz. Eine solche Behandlung kann sich oftmals über Monate hinziehen, bis sich die Bandscheibe regeneriert und sich eine Schmerzfreiheit ohne Tabletten eingestellt hat. Mit der SpineMED-Methode haben wir eine Therapie zur Hand, welche durch einen kausalen Ansatz in der Lage ist, die Heilungsdauer deutlich zu verkürzen und die Beweglichkeit schneller wiederherzustellen. In Nordamerika ist die SpineMED-Therapie mittlerweile die effektivste Therapie, um operative Eingriffe an der Wirbelsäule zu vermeiden.

Wie funktioniert eine Behandlung mit dem SpineMED-Verfahren?

Nach eingehender Diagnostik wird die Höhe des betroffenen Bewegungssegmentes, z.B. L4 / L5 bestimmt und der Patient wird auf dem Behandlungstisch gelagert. Das Becken wird computergesteuert in die gewünschte Neigung gebracht, um den betroffenen Zwischenwirbelraum (das sogenannte Bewegungssegment) gezielt zu dehnen. Es wird mit 3 einschleichenden Zyklen begonnen, um danach die Zugkraft langsam zu steigern. Das eingebaute Biofeedback-System erkennt muskuläre Gegenreaktionen des Patienten (sogenannte Abwehrspannung) in Millisekunden und passt die Zugkraft automatisch an. Damit sind Überdehnungen ausgeschlossen. Die Anwendung der Zugkraft erfolgt nicht kontinuierlich, sondern intermittierend, d.h. einer Distraktionsphase folgt eine Entlastungsphase. Die insgesamt angewendete Distraktionskraft lässt sich dadurch deutlich steigern. Durch die intermittierende Distraktion lässt der Druck nach, die druckgeschädigte Bandscheibe und der eingeengte Nerz haben wieder mehr Platz und können sich regenerieren. In vielen Fällen bewirkt die Therapie eine Rezentrierung (Reposition) der Bandscheibe und die Schmerzen lassen nach. Da sich Bandscheibengewebe durch Diffusion aus der Umgebung mit Wasser und Nährstoffen füllt, bewirkt die intermittierende Behandlung eine Verbesserung des Stoffwechsels, eine Rehydration und eine Diskusregeneration.

Indikationen für eine SpineMED-Therapie

  • Bandscheibenvorfall ohne höhergradige Lähmungssymptome
  • Bandscheibenvorwölbungen
  • Ischiasschmerzen
  • Nervenkanalverengung (sogenannte Neuroforamenstenose) und Wirbelkanalsverengung (sogenannte Spinalkanalstenose)
  • Facettensyndrom
  • Post-operativ bei unbefriedigendem OP-Ergebnis

Kontraindikationen für eine SpineMED-Therapie

  • Schwangerschaft
  • Tumorerkrankung
  • schwere oder absolute knöcherne Spinalkanalstenose
  • hochgradige Wirbelsäuleninstabilität oder Wirbelgleiten Grad III und IV Meyerding
  • hochgradige Skoliose
  • schwere manifeste Osteoporose mit frischen Wirbelbrüchen
  • Infekt
  • Frische Voroperation an der Wirbelsäule
  • Implantat (z.B. Spondylodese) im Behandlungsabschnitt

Nicht selten bestehen grenzwertige oder relative Kontraindikationen. Gerne klären wir in einem persönlichen Gespräch nach gründlicher Untersuchung mit Ihnen, ob eine SpineMED-Therapie im Einzelfall dennoch möglich ist.

Behandlungsablauf und Ergebnisse

Die Behandlung erfolgt in Kuren von 10-20 Sitzungen á 30 Minuten Behandlungszeit. Im Rahmen einer Vorbesprechung erörtern wir anhand der gestellten Befunde zusammen mit unseren Patienten die Erfolgschancen und besprechen den Therapieablauf. Nach einem Therapiezyklus von 10 Behandlungen erfolgt eine Verlaufskontrolle und Besprechung des weiteren Vorgehens. Die Erfolgsquote liegt in Abhängigkeit vom jeweiligen Ausgangsbefund bei 70 -100% in Bezug auf Schmerzreduktion und Verbesserung der Beweglichkeit. Weitere Verlaufskontrollen nach 6 und 12 Monaten zeigen anhaltend gute Ergebnisse und belegen die Nachhaltigkeit dieser Therapie. Dennoch muss natürlich klar sein, dass bei nicht optimaler Indikationsstellung, unregelmäßigen oder nur wenigen Sitzungsfolgen sowie nicht rückengerechtem Verhalten während oder nach Therapieabschluss unbefriedigende oder nur mäßige Therapieerfolge resultieren.

Nachteil der „klassischen“ Extension: Die unspezifische und statische Traktion führt zu einer muskulären Abwehrspannung. Dadurch nimmt der Bandscheibeninnendruck eher zu als ab. Die klassische Extension hat hohe Reibungsverluste und kein Biofeedback-System.

Millionenfache Anwendungen haben die Sicherheit und Nachhaltigkeit der SpineMED-Therapie bewiesen. Das weltweit anerkannte und zertifizierte Verfahren ist sicher und liefert gute und reproduzierbare Behandlungsergebnisse bei korrekter Indikationsstellung. Zudem handelt es sich um ein schonendes und nebenwirkungsfreies Verfahren bei akzeptablem Zeitaufwand.

Die Kosten werden in der Regel von den privaten Kassen komplett übernommen. Für gesetzlich versicherte Patienten bieten wir die Therapie als Privatleistung an. Die Behandlungskosten werden dann nach der gesetzlichen Gebührenordnung (GOÄ) berechnet.

Woher kommen eigentlich Rückenschmerzen?

Autor Dr. med. Pape

Für uns Orthopäden stellt die Behandlung von Rückenschmerzen eine große tägliche Herausforderung dar. Es ist für uns einfacher, eine Hüftarthrose oder eine Sehnenverletzung zu behandeln als Patienten mit Rückenschmerzen. Hier gilt der Spruch: „Rückenschmerz ist mehr als ein schmerzhafter Rücken“. Die meisten Gründe für Rückenschmerzen sind Bewegungsmangel, Übergewicht, monotone Fehlbelastungen, Haltungsfehler oder eine Überlastung. In diesen Fällen ist eine medizinische Therapie nicht zwangsläufig notwendig, manchmal sogar schädlich. In vielen Fällen bleibt trotz aufwendiger Diagnostik die genaue Ursache im Unklaren oder es liegt eine Kombination aus mehreren Faktoren vor. Zeigt das MRT z.B. einen Bandscheibenvorfall, der Patient leidet aber zusätzlich an Übergewicht und betreibt keinen Sport, liegen direkt drei mögliche Ursachen vor und der Patient benötigt eine multimodale Therapie. Im Folgenden möchte ich eine Auflistung der häufigsten Ursachen von Rückenschmerzen geben. Sie ist an Patienten gerichtet, welche sich einen Überblick über das komplexe Thema Rückenschmerzen verschaffen wollen. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auch ist die Reihenfolge willkürlich. Sollten Sie weitere Fragen haben, sprechen sie uns an, wir beraten Sie gerne.

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Wenn Sie das alles zusammen zählen werden Sie merken, wie komplex das Thema Rückenschmerz ist. Aus diesem Grund sollten Sie bei Rückenschmerzen einen Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie aufsuchen, der mit einer 12-jährigen Aus- und Weiterbildung und anschließender mehrjährigen Berufserfahrung in der Regel alle oben genannten Erkrankungen bereits mehrmals gesehen und behandelt hat. In der Medizin macht die Erfahrung den guten Arzt aus!

Ihr Dr. med. Guido Pape – Orthopäde Mannheim

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