Extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)

Stoßwellen Seckenheim

Seit November 2019 verfügen wir mit dem Piezowave2 MultiUse 40 (Richard Wolf/Elvation Medical) über ein Stoßwellengerät der neusten Generation mit der weltweit bisher einzigartigen Technologie der linienförmig fokussierten Stoßwellen. Die neue Stoßwellentechnologie kann eine Aktivierung körpereigener Regenerationssubstanzen, eine Abnahme schmerzwahrnehmender Substanzen und eine Neubildung von kleinen Gefäßen bewirken. Durch den Einsatz dieser neuartigen Technologie sind wir in der Lage effektiv und im Normalfall schmerzfrei Erkrankungen des Bewegungsapparates zu behandeln.

Anwendungsgebiet

Das klassische Anwendungsgebiet der fokussierten Stoßwellentherapie ist die Enthesiopathie, der Fersensporn und die Kalkschulter. Bei der Entstehung von Enthesiopathien spielen Überlastungen mit begleitenden repetitiven Mikrotraumen eine Hauptrolle. Bestimmte Sehnenansätze wie die der Achilles-, Patellar- und Supraspinatussehne sowie die der Unterarmextensoren/-flexoren sind besonders anfällig. Durch die Erkenntnis, dass es sich bei chronischen Enthesiopathien nicht um ein entzündliches, sondern ein degeneratives Krankheitsgeschehen handelt, veränderten sich die modernen Therapieoptionen nachhaltig. Neue Anwenderstudien berichten auch über positive Ergebnisse in der Behandlung der chronischen Bandinstabilität des Sprunggelenkes, der Ringbandstenose oder der Sehnenscheidenentzündung der Hand.

Orthopädie Seckenheim - Cürten / Pape - Stoßwellenbehandlung

Funktionsprinzip

Bei der Stoßwellentherapie wird mithilfe des piezoelektrischen Effektes ein Druckimpuls (Hochspannungsimpuls) entkoppelt und über ein Gel-Pad im Zielgewebe in eine Stoßwelle umgeleitet. Die präzise Fokussierung der Impulse bilden pro Stoßwelle eine Unterdruckblase und lösen einen Kompressions- und Dekompressionseffekt in der Behandlungsregion aus. Diese Wellen sind in der Lage, biomechanische Veränderungen in lebenden Geweben herbeizuführen und über die Aktivierung der körpereigenen Wundheilung einen Resorptionsprozess von erkranktem Gewebe zu initialisieren. Neue Studien belegen zudem, dass die Stoßwellen in der Lage sind, die körpereigene Lubricin Bildung in Sehnen und Sehnenansätzen zu stimulieren. Lubricin ist ein körpereigenes Enzym, welches stark abschwellend wirkt. Eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien und Publikationen haben die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der hochenergetischen Stoßwellentherapie belegt.

Als Kontraindikationen der ESWT gelten Infektionen, Tumorgewebe, Gerinnungsstörungen, Schwangerschaft, Lungengewebe im Fokus/Stoßwellenbereich, Hirngewebe oder Rückenmark im Fokus/Stoßwellenbereich und eine offene Epiphysenfuge im Fokus/Stoßwellenbereich.

Die Extrakorporale Stoßwellentherapie ist eine private Leistung, das bedeutet, dass im Gegensatz zu den gesetzlichen Kassen nur Privatkassen die Behandlungkosten übernehmen. Für gesetzlich versicherte Patienten wird die Therapie als Privatleistung angeboten und nach der gesetzlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) berechnet.

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